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Europa | Deutschland | 2008-02-19 Mathematik Die Sprache der Naturwissenschaften ![]() Hält das Hochhaus dem Winddruck auch bei Orkanstärke stand, und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass gerade in dieser Region ein Erdbeben auftritt? Antworten auf solche Fragen kann nur die Mathematik liefern. Mathematik ist die Sprache der Naturwissenschaften. Ingenieure, Chemiker, Biologen oder Physiker haben mehr oder weniger stark in ihrem Studium und anschließend im Berufsleben mit Mathematik zu tun. Mathematik ist die Grundlage dafür, komplizierte Systeme zu beschreiben und deren Verhalten vorherzusagen.
Aber häufig scheitern Studenten an ihren ungenügenden Vorkenntnissen. Daraus resultieren große Leistungsdifferenzen, die nicht selten zum Abbruch des Studiums führen. Von rund 250 Studienanfängern pro Jahr an der Uni Stuttgart schafft etwa die Hälfte den Abschluss. Die anderen werfen das Handtuch. Ob man das Studium schafft, das zeigt sich schon bald. Wer das erste und zweite Semester übersteht, der schafft auch den Abschluss. Zur Vorbereitung auf das Studium bieten viele Universitäten Vorkurse an, und wer wissen will, wie sein Leistungsstand ist, kann das online überprüfen (www.mathematik.uni-Stuttgart.de). Das Fach hat in den vergangenen Jahren deutlich an Beliebtheit gewonnen. Im Jahr 2006 waren insgesamt 56.600 Studenten im Fach Mathematik eingeschrieben. Im Vergleich zu 1996 hat sich 2006 die Zahl der neu Immatrikulierten verdoppelt: 2006 kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamts 12.010 Studenten hinzu. Männer und Frauen waren in etwa gleichen Teilen vertreten, mit leichtem Überhang der Frauen. âhnlich sieht es bei den Absolventenzahlen des Jahrgangs 2006 aus. Von den 5197 Mathematikern, die ihre Prüfung bestanden haben, waren rund 55 Prozent weiblich. Die Zahl der Absolventen insgesamt verteilt sich auf 1517 Absolventen mit Unidiplom, 145 haben ihr Studium an einer Fachhochschule bestanden, 271 entschlossen sich zu einer Promotion, und 638 legten eine Lehramtsprüfung ab.
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