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Kultur, Sport, Medien, Tourismus
Trotz oder gerade durch die Globalisierung wird eines deutlich: Es gibt nach wie vor Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede, die ein reibungsloses Zusammenleben und -arbeiten erschweren.
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weltweit | Deutschland | 2010-07-20
Die US-Zeitungslandschaft ist seit 2008 um 166 Titel geschrumpft
Amerikas Zeitungskrise kostete 35.000 Menschen den Job


Bildquelle: sxc.hu
(pte) - 166 Zeitungen wurden seit 2008 in den USA geschlossen oder stellten ihre Druckversion ein. Das berichtet der Weblog SFN (Shaping the future of the Newspaper) http://www.sfnblog.com. 2008 alleine betraf dies 39 Zeitungstitel, 2009 sogar 109 und 2010 18. Die Seite beruft sich bei diesen Zahlen auf den Bericht "Million Dollar Strategies for Newspaper Companies" der World Association of Newspapers http://www.wan-press.org .





Krise noch nicht überstanden

Die fatalen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Zeitungsmarkt wurden bereits mehrmals dokumentiert (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100617018/ ). Wie drastisch diese Entwicklung war, wird jedoch erst allmählich sichtbar. Betroffen war etwa auch der Arbeitsmarkt. Seit 2007 gingen in der Branche 35.000 Jobs verloren oder wurden übernommen, wobei 16.000 auf das Jahr 2008 und fast 15.000 auf das Vorjahr fielen. Heuer beträgt diese Zahl 1.800, so der Bericht.

Was dahinter steckt, zeigt eine Studie des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) http://www.bdzv.de . US-Printmedien finanzieren sich zu 80 Prozent aus dem Anzeigenmarkt. Dessen Umsatzeinbruch im Rahmen der Wirtschaftskrise - 2008 betrug er 23 Prozent - war entsprechend folgenreich. Die Auflagen gingen zurück und überließen dem Internet den Titel der ersten Informationsquelle (siehe: http://www.pressetext.at/news/090319018/ ). Zudem werden die Bankkredite der US-Titel immer teurer und reißen Finanzierungslücken.

Deutsche Printmedien stehen besser da

Gebot der Stunde heißt in den USA Sparen. Der zitierte Bericht beinhaltet eine Zukunftsstudie unter 500 Zeitungsherausgebern. 48 Prozent davon gaben an, dass sie im nächsten Jahr am Aufwand für Papier sparen wollen. Beim Druck sind es 45 Prozent, bei der Verwaltung 42 Prozent und im Vertrieb 33 Prozent.

Die Entwicklung der USA ist für Deutschland nicht zu erwarten, so BDZV-Studienautor Ralf Siepmann. Zwar schrumpft auch hierzulande der Anzeigen- und Werbemarkt, doch finanziert sich die deutsche Presse nur zu 50 Prozent aus den Anzeigen. Ein wichtiger Unterschied ist das Leseverhalten, denn noch immer lesen 70 Prozent der Erwachsenen täglich eine Zeitung. Deutsche Zeitungshäuser sind eher inhabergeführte Betriebe des Mittelstandes, während in den USA Aktiengesellschaften dominieren, die sich an kürzeren Investitions- und Renditezyklen orientieren.

Externer Link:    http://www.pressetext.de/news/100707004/usa-verlor-166-zeitungen-in-zwei-jahren/


Rückfragen an


Frau Catherine Haleen
Hofheim Deutschland

Europäische Fernhochschule Hamburg
Deutschland

Sprachkenntnisse: Deutsch, Englisch, Französisch



Originalquelle:
Autor:
Johannes Pernsteiner

Zeitung/Publikation:
Pressetext.de



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