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Worldwide | 2008-09-29 Pharma-Aktien kratzt die Finanzkrise nicht wirklich ![]() Bildquelle: pixelio.de Pharma-Firmen fürchten weder Finanzkrise, Konjunktureinbruch noch hohe Energiepreise. Spezifische Probleme sorgen dennoch dafür, dass der Trend zur Konsolidierung steigt.
Aktien kaufen, Schlaftabletten nehmen, möglichst lange schlafen und als reicher Mann wieder munter werden, so lautet eine der legendären Anlagestrategien von Altmeister Kostolany. Was wäre also naheliegender, als sich vor dem Zubettgehen mit Pharma-Aktien einzudecken (möglichst vom Hersteller der bevorzugten Schlaftabletten-Marke). Gleich vorweg: Zumindest auf Ein-Jahres-Sicht wäre auch mit Pharma-Aktien kein Blumentopf zu gewinnen gewesen, aber der Schock beim Erwachen wäre zumindest milder ausgefallen. Denn während der Bloomberg World Index fast 22 Prozent verlor, sank der Bloomberg World Pharma Index „nur" um 12,5 Prozent. Irgendwie verständlich: Die Finanzkrise kratzt die gut kapitalisierte Branche eher weniger, hohe Energiekosten spielen kaum eine Rolle und bei einem Konjunktur-Einbruch werden die Kranken auch nicht weniger. Doch in der als defensiv geltenden Branche wird immer öfter offensiv gespielt. Die Generikahersteller setzen die Margen unter Druck, die Krankenversicherer verlangen Rabatte. Aber auch die Pharma-Firmen selbst gehen vermehrt in die Offensive und suchen ihr Heil in Übernahmen und Fusionen. Sanofi-Aventis etwa lässt sich den Kauf des tschechischen Pharma-Konzerns Zentiva nun doch mehr kosten und erhöhte sein Gebot um 100 Kronen auf 1150 Kronen je Aktie. Der Zentiva-Vorstand hat bereits seine Zustimmung zur Übernahme durch seinen bisherigen Großaktionär (fast 25 Prozent) signalisiert. Sanofi wurde aber auch schon des Öfteren Übernahmegelüste von BristolMyers nachgesagt, die ihrerseits derzeit um die Übernahme der Biotechnologie-Firma ImClone rittert. Heimische KAGs vorne Wer das Einzelrisiko scheut, findet eine ganze Palette an Fonds im Gesundheitsbereich. Die beste Drei-Jahres-Performance erzielte der HAIG MB Life Sciences mit 3,34 Prozent p.a. Unter den österreichischen KAGs schafften es der Tury Gesundheit Equity und der ESPA Stock Pharma ganz nach vorne. Größte Position beim ESPA-Fonds ist derzeit übrigens der US-Konzern Gilead. Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hingegen ist in der Gunst von Fondsmanager Hans Leitner gesunken. Denn der neue Pfizer-CEO hat nach seinem Amtsantritt der Forschungs- und Entwicklungsabteilung einen Sparkurs verpasst.
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